Methodik

Kreuzung Branche-Berufe

Unser Ansatz basiert auf der kombinierten Erfassung von Informationen zu «Branchen» und «Berufen». Die Idee dabei ist, dass die in bestimmten Berufen tätigen Arbeitskräfte (z.B. ICT-Spezialisten, Monteure oder Bürokräfte) häufig in substanziellem Mass über
verschiedene Branchen verteilt sind. Im Fokus der vorliegenden Analyse stehen (neben dem Total aller Berufe) ausgewählte Berufe innerhalb der MEM Industrie. Zusätzlich dazu werden bei den Auswertungen für diese Berufe die Vergleichswerte aus der Gesamtwirtschaft herangezogen, weil sich der Arbeitsmarkt der MEM-Industrie nicht isoliert von den anderen Branchen entwickelt (vgl. Abb. 2-1).

Illustration Kreuzung Brachen-Berufe

Die MEM-Industrie wird in dieser Studie definiert als das Aggregat der Branchen Metallindustrie (NOGA 24 und 25), Datenverarbeitungsgeräte und Uhren (26),  Elektroindustrie (27), Maschinenbau (28), Fahrzeugbau (29 und 30) sowie Reparatur und Installationen (33). Die Analyse wird auf der Ebene Berufsgruppen der Schweizer Berufsnomenklatur (CHISCO-19) durchgeführt, d.h. auf der Ebene von CH-ISCO-19 2-Steller Codes.7 Für die Studie wurden die 16 häufigsten Berufe ausgewählt. Dabei wurde darauf geachtet, dass für die Berufe in der Strukturerhebung (BFS) mindestens 250 Beobachtungen
innerhalb der MEM-Industrie vorliegen, damit die Ergebnisse statistisch möglichst
belastbar sind. 8 Die CH-ISCO-19 Codes der 16 ausgewählten Berufe sind in Abb. 2-1
enthalten und eine Übersicht zu diesen Berufen inkl. der Berufsbezeichnungen in Abb.
3-1.

Indikatorensystem

Das in diesem Monitor gewählte Indikatoren-Set zeichnet bewusst ein breites Bild der
Arbeitskräfte in einem Beruf (vgl. Abb. 2-2 und Abb. 2-3).

Illustration Indikatorensystem

Der Monitor beinhaltet Indikatoren, die direkt Aufschluss über den Arbeitskräftemangel geben können. Hierbei unterscheiden wir konzeptionell zwischen Indikatoren, die
eher Aufschluss über den Status Quo des Arbeitskräftemangels geben (Arbeitslosenquote und Quote der offenen Stellen) und solchen, die eher auf den zukünftigen Arbeitskräftemangel ausgerichtet sind (Neupensionierungen bzw. Anteil der Alterskohorte 55-64 an allen Erwerbstätigen und Beschäftigungsentwicklung in den nächsten
10 Jahren). In beiden Fällen wird bei der Auswahl der Indikatoren sowohl der Angebotsals auch der Nachfrageseite Rechnung getragen.
Der Monitor beinhaltet aber auch weitere Indikatoren: Ausbildungsgrad, Frauenanteil,
Ausländeranteil, Teilzeitanteil und monatlicher Bruttolohn. Diese Indikatoren können
zum einen als Charakterisierung der Struktur der Arbeitskräfte eines Berufs verstanden werden (wozu auch die Alterskohorten gehören, welche wir bei den Neu-Pensionierungen behandeln). Sie können zum anderen aber – je nach Kontext – auch als
zusätzliche Indikatoren für den Arbeitskräftemangel (Fokus auf den Status Quo) oder
als Stellschrauben für die Beeinflussung des zukünftigen Arbeitskräftemangels gesehen werden (Fokus auf die Zukunf

Erläuterung der Indikatoren

Ausgewiesene Jahre

Um in den Abschnitten 3 und 4 eine Analyse von Trends in den Indikatoren zu ermöglichen, werden neben Daten zu einem möglichst aktuellen Jahr in der Regel auch historische Daten ausgewiesen: Bei Strukturvariablen jeweils ein Datenpunkt von vor
rund 10 Jahren, bei konjunkturabhängigen Variablen die Zeitreihen. Die exakten Jahre
hängen von der Datenverfügbarkeit ab.